Equidem omnia, quae pertinent ad usum civium, morem hominum, quae versantur in consuetudine vitae, in ratione rei publicae, in hac societate civili, in sensu hominis communi, in natura, in moribus, comprehendenda esse oratori puto; si minus ut separatim de his rebus philosophorum more respondeat, at certe ut in causa prudenter possit intexere; hisce autem ipsis de rebus ut ita loquatur, uti ei, qui iura, qui leges, qui civitates constituerunt, locuti sunt, simpliciter et splendide, sine ulla serie disputationum et sine ieiuna concertatione verborum.
von fynn.9813 am 02.05.2024
Ich bin der Überzeugung, dass ein Redner alles verstehen muss, was zum bürgerlichen Leben gehört: die Praktiken der Bürger, tägliche Gewohnheiten, Politik, Zivilgesellschaft, gesunden Menschenverstand, menschliche Natur und moralisches Verhalten. Während er diese Themen nicht so detailliert erörtern muss wie ein Philosoph, sollte er genug wissen, um sie geschickt in seine Argumente einzuweben. Darüber hinaus sollte er bei der Diskussion dieser Angelegenheiten so sprechen wie die Begründer unserer Gesetze, Institutionen und Städte: klar und beredt, wobei er endlose philosophische Debatten und nutzlose Wortgefechte vermeidet.
von adam.929 am 21.08.2024
Wahrlich, ich denke, dass der Redner alle Dinge verstehen muss, die sich auf den Bürgerbeteiligungen, die menschlichen Gebräuche, die Lebensgewohnheiten, die Staatsräson, diese bürgerliche Gesellschaft, den gemeinsamen Menschenverstand, die Natur und die Sitten beziehen; und zwar nicht so, dass er über diese Dinge auf die Art der Philosophen einzeln Auskunft gebe, sondern gewiss so, dass er sie geschickt in seine Argumentation einwebe; und über diese Dinge derart spreche, wie jene, die Rechte, Gesetze und Staaten begründet haben: einfach und erhaben, ohne jede Reihe von Disputationen und ohne eine unfruchtbare Wortklauberei.